Mulholland
Drive
Dass
in Los Angeles nichts so ist, wie es scheint, war wohl bekannt
was Lynch jedoch in MULHOLLAND DRIVE findet, wenn er in
die höllische Stadt der Engel blickt, wird auch den abgebrühtesten
Fan aus der Bahn werfen, denn nie sind bei Lynch morbide Spannung
und schwarzer Humor, rissige Realität und phantasmagorische
Fliehkraft so faszinierend zusammengeprallt wie in diesem Film.
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Seinen Lauf nimmt der Thriller mit einer geheimnisvollen Schönheit,
die sich Rita (Laura Elena Harring) nennt und nach einem grauenvollen
Unfall das Gedächtnis verloren hat. Zufällig kommt ihr
die freundliche wie naive Betty Elms (Naomi Watts) zu Hilfe, die
gerade aus Kanada eingeflogen ist, um nichts weniger als ein Star
zu werden. Doch während das Schicksal die beiden offenbar so
ungleichen Frauen immer intimer zusammenschweißt und sie auf
der Suche nach der Vergangenheit immer tiefer in den Untergrund
der Gegenwart eintauchen, wird auch anderen der Boden der Realität
unter den Füßen weggerissen. Ein fatalistischer Albträumer
und ein mangelhaft begabter Auftragskiller werden ebenso den Weg
der Frauen kreuzen wie ein Erfolgsregisseur (Justin Theroux), dessen
fantastisches Leben von seinen bizarren Finanziers binnen Stunden
zerstört wird. Die Antwort aller Rätsel mag ein bedrohlicher
Mann im Hintergrund kennen, der sich nur «Cowboy» (Monty
Montgomery) nennt doch vielleicht laufen die Fäden des
Netzes auch bei dem Auftraggeber im Rollstuhl zusammen, der als
einziger Macht über schwarze Monstren und blaue Schlüssel
zu verbotenen Räumen und Träumen zu besitzen scheint.
Doch wo immer sich im Crescendo der Suspense die Wahrheit verbirgt
sie ist nicht von dieser Welt, möglicherweise ...
USA 2001 Regie David
Lynch Besetzung Justin
Theroux, Naomi Watts, Laura Harring, Ann Miller, Dan Hedaya, Robert
Forster u.a. CANNES
2001 Prix du Jury
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[Filmverleih
FRENETIC]
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