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From Hell

Durch den Titel dieses Films sollte man sich nicht verwirren lassen, mit Religiosität hat er nichts zu tun, auch wenn mit der Opiumsucht des Inspektors Abberline (Johnny Depp), der den Fall «Jack the Ripper» zu untersuchen hat, vordergründig ein Schuss Mainstream-Metaphysik beigemischt wird.


«From Hell» ist vielmehr ein sehr weltlich orientierter Film über die bis heute ungeklärte Legende des unter dem Namen Jack the Ripper bekannten Mörders, der das Armenviertel Whitechapel im London von 1888 in Angst und Schrecken versetzt hat. Eine Legende, über die es sehr unterschiedliche Theorien gibt, wie im Verlauf des Filmes deutlich gemacht wird  ...
Die Filmstory knüpft an das allgemein Bekannte an: In Whitechapel werden auf grausame Art und Weise Prostituierte ermordet. Inspektor Abberline (Johnny Depp) soll den Fall klären, und schon bald wird für ihn klar, dass der Täter nicht etwa wie von allen unterstellt ein «Herumlungerer, Metzger oder Jude» ist, sondern aus der Oberschicht stammen muss. Was für seinen Vorgesetzten – wie in der viktorianischen Ära in der «besseren Schicht» üblich – unvorstellbar ist und schlichtwegs nicht sein darf.
Die Opfer wiederum sind nicht etwa zufällig gewählt, sondern sind – bzw. waren – untereinander befreundet. Doch ihre finanzielle Not gestattet es nicht, die gefährlichen Strassen von Whitechapel zu meiden. Da auch Inspektor Abberline nur unter schweren Bedingungen seine Ermittlungen weiterführen kann, geht das Morden weiter, und der Mörder ist kaum ermittelbar. Und: je weiter Abberline nachforscht, desto mehr deckt er Verstrickungen auf, die auf eine Verschwörung hindeuten  ...
«From Hell» basiert auf einem Comicroman, ist aber keineswegs im Stile eines Comics verfilmt. Demgegenüber wurden viele Szenen auf eine psychedelische Weise verfremdet, was dem Film an mancherlei Stellen eine interessante Stimmung verleiht. Und schliesslich: Auch wenn die im Film vertretene Verschwörungstheorie milde gesagt gewagt ist, wurde eine durchaus gelungene Verfilmung des Jack the Ripper-Stoffes geliefert. Nur eines sollte noch gesagt sein: dieser Film hat kein Happy End, sollte also nicht von allzu sanft besaiteten Naturen besucht werden. Was sich aber aufgrund des Stoffes sowieso nicht aufdrängt  ...

USA
2001 Regie The Hughes Brothers Besetzung Jonny Depp, Heather Graham, Robbie Coltrane, Ian Holm, Jason Flemyng, Lesley Sharp u.a. ca. 100 Min. Start 28.2.2
[TS]

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